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Innenministerium fördert Integrationsprojekt auf Gottorf

Das Projekt Mein Museum wird am Standort der Landesmuseen in Schleswig weiter ausgebaut. Thorsten Geerdts, Staatssekretär im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein, hat dem Leitenden Direktor der Stiftung, Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, am Freitag, 2. August, einen Förderbescheid in Höhe von 19.700 Euro übergeben.

„In der Aufnahme und Erstintegration von Geflüchteten sind in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen und Strukturen aufgebaut worden. Diese waren und sind wichtig. Langfristig gelingt Integration über Teilhabe und Zusammenhalt. Um diese zu fördern, haben wir als Landesregierung ein neues Programm aufgelegt. Ich freue mich, dass wir damit auch hier in Schleswig wichtige Impulse setzen können“, so Staatssekretär Geerdts.

„Die Landesmuseen stehen seit vielen Jahren für einen interkulturellen Dialog – und entsprechende Angebote. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine große gesellschaftliche Aufgabe und es gibt keinen besseren Ort für interkulturellen Austausch als ein Museum“, sagte von Carnap-Bornheim. „Wir freuen uns daher über diese zusätzliche Unterstützung des Landes, die es uns ermöglicht, unsere Arbeit weiter auszubauen.“

Die Projekte im Überblick

Mein Museum, das bereits seit 2018 erfolgreich läuft, bietet Schülern - die Deutsch als Zweitsprache haben (DaZ) - auf Schloss Gottorf Raum, um sich inspirieren zu lassen, eigenes Wissen, Werte und Erfahrungen zu reflektieren und sich mit anderen auszutauschen. Rund 15 DaZ-Schüler des Berufsbildungszentrums Schleswig kommen im Rahmen des so genannten Fachpraxis-Unterrichtes einmal in der Woche für 3 Stunden auf die Museumsinsel, lernen die verschiedenen Sammlungen und Ausstellungen kennen. Auch werden sie selbst aktiv, indem sie zum Beispiel Comics zeichnen, Masken bauen, Collagen fertigen oder mit Ton arbeiten. Über die Arbeit mit den Schülern hinaus initiiert das Projekt diverse einzelne Aktionen.

Durch die finanzielle Unterstützung des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein wird es ab September nun zusätzlich das Projekt Mein Museum² geben. Es baut inhaltlich auf dem Projekt mit den DaZSchülern auf, richtet sich aber an Erwachsene – Geflüchtete, Migranten und Einheimische. Ziel ist es, den Neuzugewanderten das Ankommen in der neuen Kultur zu erleichtern. Ein nicht weniger wichtiges Anliegen ist es, ein Netzwerk aufzubauen, um das Projekt bekannt zu machen sowie Kooperationen mit anderen Akteuren aus der Region auszuloten.

Geleitet werden beide Projekte – Mein Museum und Mein Museum² - von der Bildungsreferentin für Globales Lernen, Nicole Gifhorn (nicole.gifhorn@landesmuseen.sh). Sie ist beim „Bündnis eine Welt Schleswig-Holstein (BEI)“ angestellt und engagiert sich im Rahmen einer Kooperation im Bereich der Bildung und Vermittlung der Landesmuseen.

Ihre Aufgabe ist es, entwicklungspolitische und kulturelle Bildungsarbeit miteinander zu verbinden. Für die Umsetzung des neuen Projektes wird für ein Jahr eine neue Teilzeitstelle geschaffen. „Mit den Fördermitteln können wir eine Person mit Fluchthintergrund anstellen, die so nah an unsere Zielgruppe ist, wie wir es nicht sein können“, sagt Nicole Gifhorn. „Wir laden alle Erwachsenen in Schleswig und Umgebung ein, sich in dieses Projekt einzubringen.“

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