Gemeinsam mit Sonja Nökel begeben wir uns auf die Reise zu den vier Stationen mit Werken der Künstlerin Rebecca Louise Law. Buchen Sie gleich HIER Ihr Ticket...
Den Auftakt bildet das Jüdische Museum in Rendsburg. Dort erleben wir "Grain", eine Arbeit, die mit der stillen Kraft von Weizen- und Getreideähren kulturübergreifende Themen wie Dankbarkeit und Fürsorge aufgreift.
Anschließend besuchen wir im Jahr100Haus des Freilichtmuseums Molfsee die monumentale Installation "The Field" aus Hafer und Blumen. Es verbinden sich auf einzigartige Weise Landschaft, Handarbeit und Nahrung. Nach dieser Führung stärken wir uns bei einem kleinen Mittagessen.
Am frühen Nachmittag geht es zurück nach Schleswig in die Reithalle von Schloss Gottorf. Dort zeigt die Künstlerin Rebecca Louise Law unter dem Titel "Florilegia" rund eine Million getrockneter Blumen aus ihrer persönlichen Sammlung. Ergänzt durch Bilder und Keramikarbeiten eröffnet diese raumgreifende Installation einen Einblick in zwei Jahrzehnte ihres Schaffens.
Den Abschluss bildet das Gottorfer Globushaus, das jeder auf eigene Faust entdecken kann. Hier entfaltet die Installation "Honesty", bestehend aus tausenden schimmernden Silberblättern, ihren barocken Glanz und knüpft damit eindrucksvoll an den botanischen Reichtum des historischen Neuwerkgartens an.
Der Tagesablauf im Detail:
09.15 Uhr Zusammenkunft Parkplatz Schloss Gottorf
09.30 - 10.15 Uhr Busfahrt von Schleswig zum Jüdischen Museum in Rendsburg
10.15 - 11.15 Uhr Führung und Aufenthalt im Jüdischen Museum Rendsburg
11.15 - 12.00 Uhr Busfahrt vom Jüdischen Museum in Rendsburg zum Freilichtmuseum Molfsee
12.00 - 13.00 Uhr Führung und Aufenthalt im Jahr100Haus des Freilichtmuseums
13.00 - 14.00 Uhr Mittagessen
14.00 - 15.00 Uhr Fahrt vom Freilichtmuseum Molfsee zurück nach Schleswig
15.00 - 16.00 Uhr Führung in der Reithalle von Schloss Gottorf
16.00 - 17.00 Uhr Besichtigung des Globushauses (ohne Führung)
Kuratorin Sonja E. Nökel
Landesmuseen SH
Um an der Tour teilnehmen zu können, ist es erforderlich, dass Sie bis zum 27.09.2026, über unseren Online-Shop ein Ticket erwerben. Zum Shop geht es HIER... Für Fragen stehen wir Ihnen hier zur Verfügung: +49 (0) 4621 813 222, service@landesmuseen.sh.
Die FlowerTour findet nur bei einer Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen statt. Start/Treffpunkt: Parkplatz Schloss Gottorf.
85,90 (inkl. Führungen, Mittagessen sowie Bustransfer ab Gottorf)
Der diesjährige Praxistag widmet sich dem schleswig-holsteinischen Kolonialprofiteur Sönke Nissen und der Frage, wie seine Person künftig angemessen im Museum präsentiert werden kann.
ab 09.30 Uhr
Ankommen
10.00 Uhr
Begrüßung - Dr. Thorsten Sadowsky, wissenschaftlicher Vorstand der Landesmuseen Schleswig-Holstein
10.15 Uhr
Ausbeutung und Vernichtung. Erinnerungsarbeit zu Sönke Nissen, Kolonialakteur aus Schleswig-Holstein - Marco Petersen, Historiker an der Dänischen Zentralbibliothek für Südschleswig in Flensburg
11 Uhr
Namibisch-deutsche Dialoge über koloniale Erinnerung. Kolonialgeschichte in Ausstellungen - Golda HaEiros, zuständig für Liberation Heritage, Ministerium für Verteidigung und Veteranenangelegenheiten, Windhoek (Namibia)
12-13 Uhr
Mittagspause
13 Uhr
Kein funkelndes Geschäft! Diamanten, Kolonialismus und globaler Reichtum - Dr. Inken Carstensen-Egwuom, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europa-Universität Flensburg
13.45 bis 15.30 Uhr
Workshop
Eckpfeiler eines deutsch-namibischen Ausstellungsprojektes: Kolonialprofiteur Sönke Nissen. Welche Erinnerung im Museum ist der Mann wert?
Workshopexpert*innen:
● Prof. Dr. Kerstin Poehls, Direktorin Freilichtmuseum Molfsee
● Dr. Elisabeth Böhm, Mitglied im Sprecher*innen-Team der Landesgruppe Schleswig-Holstein, Kulturpolitische Gesellschaft e. V.
● Dr. Inken Carstensen-Egwuom, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Abteilung Integrative Geographie, Europa-Universität Flensburg
● Timo Hellmers, Projektkoordinator Digital Learning Culture Art Lab, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen
● Dr. Benjamin Stello, Landesfachberater Geschichte, IQSH
15.30 bis 16.00 Uhr
Resümee und Verabschiedung
Hintergrund: Sönke Nissen wurde 1870 im heutigen Schleswig-Holstein geboren und starb dort 1923 als angesehener Wohltäter. Als leitender Bauingenieur verantwortete er in Namibia den Bau einer Eisenbahnlinie, die unter ausbeuterischen und freiheitsberaubenden Arbeits- und Lebensbedingungen für die namibischen Arbeiter*innen errichtet wurde.
Während der Bauarbeiten stieß ein Arbeiter auf ein Diamantenfeld, von dem Nissen große Anteile erwarb. Mit dem daraus resultierenden Vermögen engagierte er sich später in seiner Heimat als Wohltäter. Erst in jüngerer Zeit hat die kritische Aufarbeitung seiner kolonialen Vergangenheit das lange Zeit positive Erinnerungsbild ins Wanken gebracht.
Moderation: Nicole Gifhorn
Landesmuseen Schleswig-Holstein & Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung bis zum 23.10. bei der Organisatorin Nicole Gifhorn(nicole.gifhorn@landesmuseen.sh, Fon 04621 813160, Mobil 0151 21753715) erforderlich.
Der Praxistag richtet sich insbesondere an Studierende und Bildungsreferent*innen aus dem Globalen Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Große Teile der Veranstaltung werden in englischer Sprache stattfinden. Übersetzungen finden bei Bedarf in Sinnabschnitten statt.
35,- €