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Der Masterplan für Gottorf

Die Modernisierung der Schleswiger Museumsinsel

Geschichte, Kunst und Kultur, Archäologie - sie brauchen Raum. Sie brauchen einen zeitgemäßen Raum, um ihre volle Wirkung entfalten zu können. Für uns alle.

Die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen haben sich deshalb dazu entschieden, einen „Masterplan für Gottorf“ zu entwickeln und die Schleswiger Museumsinsel bis Ende 2027 zu modernisieren.

Die Ausgangslage

Auf der Schleswiger Museumsinsel sind das Museum für Kunst und Kulturgeschichte und das Museum für Archäologie zuhause. Beide sind im 19. Jahrhundert in Kiel gegründet worden und blicken auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen sie in das Schloss Gottorf ein, welches zuvor 100 Jahre als Kaserne genutzt worden war. Stück für Stück wurden Bausünden rückgängig gemacht und die Sammlungen in die geschichtsträchtige Architektur integriert. Einschneidende architektonische Veränderungen hat es seitdem aber keine gegeben.

Um den Erwartungen, die unsere Besucher im 21. Jahrhundert an ein modernes Museum haben, gerecht zu werden, sind nun genau solche einschneidenden baulichen Veränderungen notwendig. Das hat nicht zuletzt eine erste groß angelegte Besucherbefragung im Jahr 2012 gezeigt. Ein Museumsbesuch ist heute mehr denn je ein Kulturerlebnis.

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Die Zukunfts-Perspektive

Der „Masterplan für Gottorf“ sieht einen Erweiterungsbau an der Ostseite des Schlosses vor, mit dem die Landesmuseen die Baugeschichte dieser historischen Stätte im besten Sinne fortschreiben und in eine neue Zeit führen. Zudem wird es eine Modernisierung der Museumsräume im Schlossinnern geben.

Ziel ist es, die Besucher der Schleswiger Museumsinsel im Neubau zeitgemäß zu empfangen. Hier startet und endet ihr Besuch. Hier können sie Verweilen. Die Ausstellungen der Landesmuseen werden im Rahmen des „Masterplans für Gottorf“ zudem völlig neu konzipiert und aufgebaut. Klar gestaltete Rundgänge und Themenschwerpunkte, moderne Vermittlungsmöglichkeiten - geprägt durch den digitalen Fortschritt - sowie Barrierefreiheit und Inklusion spielen dabei eine tragende Rolle.

  • Blick auf die langgestreckte Südfassade des Schlosses.
    Die Südseite ist für die meisten Besucher schlicht die Vorderseite des Schlosses. Sie erblicken sie sogleich, wenn sie auf den Parkplatz fahren.
  • Blick auf die Südfassade
    Der Blick auf die Südseite wird durch den Erweiterungsbau nicht beeinträchtigt.
  • Geht man rechts um das Schloss herum, eröffnet sich der Blick auf die Ostseite.
  • Blick auf die Ostfassade
    Hier entsteht der Erweiterungsbau - und mit ihm die neue Mitte der Museumsinsel.
  • Setzt man den Weg fort, folgt die Nordseite - oder auch Rückseite - des Schlosses.
  • Der Rundgang endet an der Westseite, die an die Nydamhalle angrenzt. Hier befindet sich ein weiterer Parkplatz.

Die Verantwortung

Die Baugeschichte von Schloss Gottorf, welches erstmals 1160 als Burg Gottorf erwähnt wird, ist lang und durch starke Veränderungen geprägt. Der Westflügel wurde 1530 im Stil der Renaissance errichtet - der erste Renaissancebau nördlich der Elbe. Wenige Jahrzehnte später wurden der Ostflügel und dann der Nordflügel errichtet. Um 1700 wird unter Herzog Friedrich IV. der Südflügel im Stil des Hochbarock neu gebaut. Er überragt den alten Renaissancebau nach Osten hin. Der frühe Tod des Herzogs verhindert die Vollendung des deutlich größer geplanten Palastbaus.

Mit dem Erweiterungsbau an der Ostseite des Schlosses wird nun eine Vision von Friedrich IV. (1671– 1702) weiterentwickelt und umgesetzt. Die Stiftung hat sich dabei im Rahmen eines Architekten-Wettbewerbes für den Entwurf von Holzer Kobler Architekturen entschieden. Gleichzeitig berücksichtigt die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen die Vorgaben durch die Denkmalpflege, nach denen sich der Neubau deutlich vom Altbau abgrenzen muss. Bauliche Veränderungen - ob vor Hunderten von Jahren oder heute - werden dabei immer wieder als avantgardistisch wahrgenommen worden.

Die Kosten

Das Investitionsvolumen des Modernisierungsprojektes beläuft sich auf 31,2 Millionen Euro. Die Hälfte dieses Betrages stellt die Landesregierung aus einem Förderprogramm namens „Impuls“ sicher, die zweiten 15,6 Millionen Euro stammen aus dem Bundeshaushalt.

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